Dauer: 20. September – 11. November 2025
Ort: ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst
Zitadelle Spandau, Am Juliusturm 64, 13599 Berlin

 

Special Event mit Simone Zaugg und Pfelder im ZAK: Sa, 6. Dezember 2025, 14 Uhr

 

Am Samstag, 6.12.2025 um 14 Uhr laden wir zu einem Penalty Schießen gegen den Künstler Pfelder in seinem Fußballkäfig ein. Wer trifft, bekommt einen Nikolaus.

 

Anschließend findet eine Performance von Simone Zaugg zu Migration und Brauchtum in ihrer Installation Urban Reflections statt. 

 

Finissage: Sa, 10. Januar 2026, 17 Uhr

 

Am Samstag, 10.01.2026 findet zur Finissage ein Artist Talk mit Robin Mallick (Leiter des Geothe Instituts Peking), Pfelder und Simone Zaugg statt. Untersucht wird, wo und wie Kunst im Kontext von Stadt, Politik, Wissenschaft, Alltag, Digitalisierung Reibung erzeugt und gesellschaftrelevante Themen konstruktiv apostrophiert und transportiert.

 

Anschließend lassen wir die beiden Ausstellungen gold und Urban Reflections mit Straßenmusik von „Drunk at your Wedding“ in den Urban Reflections ausklingen.

 

Die Rauminstallation „gold“ von Pfelder greift ein typisches urbanes Motiv auf, das sich insbesondere in Berlin einer umfangreichen Nutzung erfreut. Mit dem Ballsport-Käfig – installiert im ersten Saal des Erdgeschosses – entwickelt Pfelder einen Raum im Raum und reagiert damit auf die starke Prägung der Zitadelle als Militärstandort und Festungsanlage durch Einbringung eines kollektiven Sport-Platzes. Der daraus entstehende große Gegensatz zwischen historischer Prägung und populärer Umdeutung ist das Ergebnis umfassender Überlegungen des Künstlers zu Möglichkeiten und Grenzen eines Ausstellungsprojekts im Kontext des semi-öffentlichen Raums der Zitadelle.

 

Vor dem Hintergrund aktueller politischer Entwicklungen und erheblicher Kürzungen in den öffentlichen Kulturausgaben wird der Fußball-Käfig von Pfelder gleichzeitig zum Schauplatz privater Förderinitiativen. Denn seine Bandenwerbung signalisiert die Bereitschaft gerade mittelständischer Unternehmen, Kultur zu fördern. So konnte der Künstler lokale Unternehmen gewinnen, die das Ausstellungsprojekt auf verschiedene Art und Weise unterstützen.

 

Vor diesem Hintergrund wird „gold“ auch zum kritisch konstruktiven Ausdruck eines beginnenden Paradigmenwechsels, wie ihn der vorige Berliner Kultursenator forderte, als er den Kürzungen der öffentlichen Kulturetats zustimmte und den Kulturinstitutionen die Einbindung von Sponsoren zur Sicherung ihrer Haushalte empfahl. Damit steht Kultur nicht mehr unter staatlichem Schutz vor Vereinnahmung, sondern wird zum Spielfeld ökonomischer Interessen und Vorstellungen.

Dr. Ralf F. Hartmann,
Künstlerischer Leiter ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst

 

 

  • Jahr

    2025

  • Ort

    ZAK – Zentrum für Aktuelle Kunst
    Zitadelle Spandau
    Am Juliusturm 64, 13599 Berlin